Digitalisierung und ältere Menschen

Problemdarstellung

Für junge Menschen ist das Internet mittlerweile ein Hauptbestandteil ihres Lebens geworden und heutzutage ist es leicht durch ein Smartphone, Laptop, Tablet usw. mit dem Internet verbunden zu sein. Leider vergisst man oft, dass es manche, vor allem ältere Menschen, nicht immer leicht haben mit der schnell voranschreitenden Digitalisierung. Damit spreche ich die Generation 65+ an. Es fehlt diesen älteren Menschen an Wissen und Erfahrung im Umgang mit dem Internet und den Gerätschaften. Deshalb werden sie oft isoliert und abgeschnitten von der Gesellschaft. Aktuell nutzt nur ein Drittel der älteren Menschen (Generation 65+) das Internet. Das Internet könnte jedoch genau diesen Menschen Vorteile verschaffen. Mit dem Alter verliert man an Mobilität und so werden diese Menschen oft vom sozialen Leben ausgeschlossen. Das Internet bietet vieles um das soziale Leben aufrecht zu erhalten und dadurch kann die Lebensqualität gesteigert werden.

Projekte und Gegenmassnahmen

Im Internet findet man einige Projekte, die versuchen, der Generation 65+ das Internet näher zu bringen. Beispielsweise hat in Deutschland Dr. Jan Kurz, der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Wege aus der Einsamkeit e.V.“ und Dagmar Hirche, Ende 2014 ein Projekt durchgeführt namens „Wir versilbern das Netz“. Damit wollte man versuchen Wege zu finden, älteren Menschen bei den Herausforderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, zu unterstützen (Miller, 2014).

Solche Projekte sind sehr wichtig und werden weltweit gefördert und organisiert. Beispielsweise in Irland fanden die „Google Silver Surfer Awards 2014“ statt. Zudem fördert „HomeCare Technologies“ das unabhängige Leben von Senioren und gibt in einem Blog Tipps, wie man bei älteren Menschen das Interesse an der Technik und dem Internet wecken kann. In den USA wurden einige interessante Statistiken über ältere Menschen und deren Nutzung von Technologie veröffentlicht und in den Medien diskutiert. Weiter engagiert sich Australien und die UK. Schlussendlich noch Brasilien mit einem Projekt, das übersetzt heisst „Jung spricht mit Alt, Alt lernt die Technik, Jung lernt eine Sprache“ (Miller, 2014).

Aber auch die Schweiz beteiligt sich an der Lösung dieses sozialen Problems. Beispielsweise wurde 2007 auf Initiative des BAKOM das nationale Netzwerk „Digitale Inklusion Schweiz“ gegründet. Dieses Netzwerk lanciert oder unterstützt Projekte und Initiativen im Bereich Digitale Inklusion (Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 2014). Hier wird ersichtlich, dass in der Schweiz der Bund einiges zur Lösung dieses Problems beiträgt. Jedoch wird auch die soziale Arbeit bei der Integration von älteren Menschen aktiv, da es sich um ein soziales Problem handelt. Somit der perfekte Arbeitsbereich für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter um neue Projekte und Ideen ins Leben zu rufen.

Verfasst von Michelle Schmid

Literaturverzeichnis

Miller, Merle. (2014). Dr. Jan Kurz über die Probleme der Digitalisierung. Abgerufen von http://www.netzpiloten.de/dr-jan-kurz-ueber-die-probleme-der-digitalisierung-fuer-aeltere-menschen/

Bundesamt für Kommunikation BAKOM. (2014). Digitale Inklusion in der Schweiz. Abgerufen von http://www.bakom.admin.ch/themen/infosociety/04833/04836/index.html?lang=de

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2 Gedanken zu “Digitalisierung und ältere Menschen

  1. Hallo,
    den Beitrag kann ich etwas ergänzen. Wege aus der Einsamkeit e.V. hat 2015 damit begonnen, Schulungen für +65 Jährige auf Tablets und Smartphones anzubieten. Wir schulen Seniorinnen und Senioren, die bisher keinerlei digitalen Erfahrungen gesammelt haben und auch zumeist keine Geräte besitzen. Unser Konzept besteht im Wesentlichen aus einem dreistündigen Kurs, dabei eine Stunde Theorie und zwei Stunden Praxis an den Geräten mit einer maximalen Teilnehmerzahl von sechs Personen. Mehr Teilnehmer, das zeigt die Erfahrung, sind mit einem Trainer nicht seriös zu bewältigen, da es wirklich um das Verständlichmachen absoluter Basics geht. Im Jahr 2016 haben wir bis heute mehrere Hundert Seniorinnen und Senioren geschult. Inzwischen haben wir in Hamburg ein erstes Netzwerk mit anderen Vereinen bilden können, die unser Konzept übernehmen und auch anbieten. Zusammen mit der Hamburger Sparkasse testen wir im Mai 2016 zum ersten Mal eine Veranstaltung zum Thema „online-Banking“ für Senioren. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Wer mehr zu unserem Konzept und den Erfahrungen wissen möchte, kann gerne unsere Homepage http://www.wegeausdereinsamkeit.de besuchen, bei Wege aus der Einsamkeit auf Facebook vorbei kommen oder uns direkt ansprechen. Wir haben immer großes Interesse daran, unser Netzwerk zu erweitern.

    Viele Grüße
    Dr. Jan Kurz

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